Wie das Web3 die Sport-, Musik- und Modewelt verändert
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Wie das Web3 die Sport-, Musik- und Modewelt verändert

Wie das Web3 die Sport-, Musik- und Modewelt verändert

Anfänger
Veröffentlicht Mar 30, 2023Aktualisiert Aug 9, 2023
7m

TL;DR

  • Das Web3 schafft neue Gesch√§fts- und Umsatzbeteiligungsmodelle f√ľr die Unterhaltungsbranche.¬†

  • Mit der zunehmenden Beliebtheit des Web3 entdecken K√ľnstler, Sportvereine, Marken und Designer neue M√∂glichkeiten, mit ihren Kunden und Fans zu interagieren.¬†

  • Gleichzeitig suchen sie nach innovativen Wegen, um ihre Kreationen zu vermarkten.

Einf√ľhrung

Das Web3 ist die n√§chste Generation des Internets, das auf Blockchain-Technologie basiert, dezentral aufgebaut ist und den Nutzern mehr Kontrolle √ľber ihre Daten gibt. Seit der Einf√ľhrung des Konzepts im Jahr 2014 ist die Akzeptanz des Web3 stark angestiegen. Es wird erwartet, dass bis zum Jahr 2026 etwa zwei Milliarden Menschen weltweit mindestens eine Stunde pro Tag im Metaversum verbringen werden, um neue Kontakte zu kn√ľpfen, zu arbeiten, einzukaufen oder am Schulunterricht teilzunehmen.

Marken, Prominente und Sportvereine entdecken innovative Möglichkeiten, um mit ihren Kunden und Fans zu interagieren und ihre Angebote gerechter ohne Intermediäre zu vermarkten. 

Warum das Web3 f√ľr Marken interessant ist

Das Web3 basiert auf Blockchain-Technologie und bietet den Nutzern mehr Transparenz, Zuverl√§ssigkeit und Vertrauenslosigkeit als das Web2. Au√üerdem erm√∂glicht es unver√§nderliches Eigentum an digitalen Verm√∂genswerten in Form von nicht-fungiblen Tokens (NFTs). Die n√§chste Generation des Internets er√∂ffnet Marken die M√∂glichkeit, Produkte und Verbrauchererlebnisse des echten Lebens mit digitalen Elementen zu verkn√ľpfen.¬†

Beispiele hierf√ľr sind die limitierte Serie von 13 Uhren von Hublot, von denen jede an ein NFT gekoppelt ist, und das Metaversum-Musikfestival von Decentraland mit Auftritten der weltbekannten K√ľnstler Soulja Boy und Ozzy Osbourne in Form von Avataren.

Das Web3 bietet Marken und Prominenten die Gelegenheit, mit ihren Fans auf noch nie dagewesene Weise in Kontakt zu treten. Vor allem in drei Branchen werden derzeit Web3-Anwendungen und Blockchain-Technologie genutzt, um einzigartige Produkte und Verbrauchererlebnisse zu schaffen: Musik, Mode und Sport.

Das Web3 in der Musikbranche

Die Musikbranche hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten stark gewandelt ‚Äď vom CD-H√∂ren mit dem Discman bis zum Zugriff auf Millionen von Songs √ľber unsere mobilen Ger√§te. Das Web3 bringt diese Entwicklung auf eine v√∂llig neue Stufe, da es Musikern neue M√∂glichkeiten bietet, mit ihren Fans zu interagieren, ihre Rechte an geistigem Eigentum zu sch√ľtzen und mit ihrer Arbeit Geld zu verdienen.

Geistige Eigentumsrechte und Gesetze zu deren Schutz bilden die Grundlage f√ľr das Funktionieren der Musikbranche. Es bedarf umfangreicher, klar definierter Vertr√§ge, die genau festlegen, wem Musikrechte in dem 26 Mrd. USD schweren, globalen Markt zustehen.

Das Web3 kann viele Prozesse vereinfachen, indem es Blockchain-Technologie nutzt, um sichere, transparente und unver√§nderliche Aufzeichnungen √ľber Eigentum und Tantiemen f√ľr Musikschaffende und Rechteinhaber zu erstellen, und erm√∂glicht so K√ľnstlern und anderen Beteiligten eine gerechtere Verteilung der Einnahmen und mehr Kontrolle √ľber ihre Musik.

Beispielsweise gibt es eine Web3-Musikplattform, die Instrumentalst√ľcke ver√∂ffentlicht und sie an Songwriter verkauft, die Texte dazu schreiben und die neu erschaffenen Songs dann als NFTs auf den Markt bringen. Die Inhaber dieser NFTs erhalten die geistigen Eigentumsrechte an der gekauften Musik, wodurch sich K√ľnstlern und Kreativen neue M√∂glichkeiten zur Produktion von Open-Source-Musik er√∂ffnen.

Die Musiker sind in diesem Fall nicht mehr auf Intermediäre wie Plattenfirmen oder Streaming-Dienste angewiesen, die normalerweise den Löwenanteil der Erlöse erhalten. So bietet das Web3 Musikern die Chance, in jeder Etappe ihrer Karriere durch Tokenisierung und Fanbindung höhere Einnahmen zu erzielen.

Das Web3 im Sportbereich

√Ąhnlich wie in der Musikbranche er√∂ffnet das Web3 auch Sportlern, Sportvereinen und Fans zahlreiche M√∂glichkeiten, auf bisher unbekannte Weise miteinander in Kontakt zu treten. Ein Anwendungsfall sind Digital-Fantasy-Sportspiele auf der Grundlage von NFT-Spielkarten.

Eine NFT-Plattform digitalisiert beispielsweise Sammelkarten von Fußball-, Baseball- und Basketballspielern, die die Fans verwenden können, um Mannschaften zusammenzustellen und Preise zu gewinnen, die auf den realen Leistungen der Spieler basieren. So haben Fans die Möglichkeit, ihre Traumteams zu bilden und mit anderen Fans zu interagieren.

Diese st√§rkere Verbundenheit mit den Fans ist aber nur der Anfang. Das Web3 hat das Potenzial, durch die Schaffung von mehr Transparenz, Eigentum und Autonomie grundlegende Ver√§nderungen im Sportbereich herbeizuf√ľhren. Dazu geh√∂ren die Nutzung von Smart-Contracts f√ľr das Ticketverkaufssystem von Sportveranstaltungen und die Unterzeichnung von Sponsoringvertr√§gen auf der Blockchain zur Gew√§hrleistung von Transparenz und Unver√§nderlichkeit.¬†

Das Web3 in der Modebranche

Aufgrund der h√∂heren Transparenz, die durch das Web3 entsteht, sind Modeanbieter in der Lage, neue Gesch√§ftsmodelle zu erschlie√üen, Ma√ünahmen zur Bek√§mpfung von F√§lschungen zu ergreifen und personalisierte Waren f√ľr Kunden und Communitys bereitzustellen. Verschiedene Marken lancieren jetzt ihre Web3-Strategie, wobei sich der Schwerpunkt von kurzfristigen Gewinnen auf eine l√§ngerfristige Wertausrichtung f√ľr ihre NFT-Inhaber verlagert.

Louis Vuitton, Paco Rababanne, Gucci und Prada geh√∂ren zu den Marken, die bereits ihre eigenen NFT-Kollektionen ver√∂ffentlicht haben. Einige dieser Mode-NFTs wurden zusammen mit physischen St√ľcken aus limitierten Auflagen oder Vintage-Kollektionen herausgegeben.¬†

Die zweiteilige SUPERGUCCI NFT-Kollektion von Gucci kam sogar so gut an, dass das Web3-Unternehmen, mit dem die Kollektion auf den Markt gebracht wurde, anschlie√üend √ľber 38 Mio. USD einnahm und Vertr√§ge mit anderen gro√üen Marken abschloss, die ihre eigenen Kollektionen auf den Markt bringen wollen.

Tiffany and Co. ist ein Paradebeispiel f√ľr eine Marke, die NFTs mit physischen Artikeln zusammenf√ľhrt. So entwirft der Luxus-Juwelier Schmuckst√ľcke f√ľr CryptoPunkt-Besitzer, die den spezifischen Cryptopunk ihres Inhabers darstellen. Das Unternehmen macht sich die Tatsache zunutze, dass die CryptoPunk-NFTs geistige Eigentumsrechte besitzen und die Inhaber daher ihre Pixelbilder vermarkten k√∂nnen.

Das Web3 bietet auch L√∂sungen f√ľr eines der gr√∂√üten Probleme der Modebranche: Transparenz und R√ľckverfolgbarkeit in der Lieferkette. Web3-Anwendungen machen es m√∂glich, jeden Schritt in der Lieferkette in einem unver√§nderlichen Blockchain-Ledger aufzuzeichnen, was ein sicheres und dezentralisiertes Tracking der Waren von der Produktionsst√§tte bis zum Ladengesch√§ft erlaubt. Die Unver√§nderlichkeit der Blockchain ist der Schl√ľssel zur Bek√§mpfung von Problemen wie F√§lschungen oder Menschenrechtsverletzungen.

Mehr Transparenz und R√ľckverfolgbarkeit k√∂nnen dazu beitragen, Menschenrechtsverletzungen, Umweltverst√∂√üen und anderen unethischem Praktiken, die in der Modebranche weit verbreitet sind, vorzubeugen. Der Erfolg h√§ngt jedoch davon ab, ob alle Akteure in der Lieferkette in der Lage und gewillt sind, entsprechende Daten auf der Blockchain zu speichern.

Einschränkungen

W√§hrend das Web3 zwar positive Ver√§nderungen in den oben genannten Branchen bewirken kann, gibt es auch einige Herausforderungen zu bew√§ltigen. Zun√§chst erfordert die Implementierung von Web3- und Blockchain-Technologie ein Ma√ü an technischem Knowhow, das die F√§higkeiten vieler Musiker, Sportler und Modedesigner und sogar ihrer Teams √ľbersteigt.

Des Weiteren ist die Einstellung von Web3-Entwicklern teuer. Dies könnte eine Eintrittsbarriere darstellen und weniger bekannte Marken und Persönlichkeiten mit geringeren Budgets davon abhalten, die Vorteile des Web3 in vollem Umfang zu nutzen. 

Auch die allgemeine Akzeptanz des Web3 bleibt eine Herausforderung, da die gro√üe Mehrheit der Menschen noch nicht mit der neuen Generation des Internets vertraut ist, was zwei Hauptprobleme mit sich bringt. Erstens m√ľssen Marken und Prominente, die Web3-Projekte implementieren wollen, abw√§gen, ob die erwarteten Einnahmen aus der Nutzung von Web3-Anwendungen die damit verbundenen Kosten rechtfertigen.

Zweitens h√§ngt die R√ľckverfolgbarkeit in der Lieferkette davon ab, ob jeder an der Entwicklung und Herstellung von Produkten beteiligte Akteur in der Lage und bereit ist, entsprechende Daten auf der Blockchain zu speichern.¬†

Fazit

Das Web3 hat das Potenzial, die Mode-, Musik- und Sportwelt in vielfältiger Weise zu revolutionieren. Es ermöglicht nicht nur Kunden und Communitys, direkt mit ihren Lieblingsmarken und -persönlichkeiten in Kontakt zu treten, sondern gewährleistet auch eine beispiellose Transparenz in der Lieferkette und eine wirksame Durchsetzung von geistigen Eigentumsrechten.

Insgesamt ist das Potenzial des Web3 in den Bereichen Mode, Musik und Sport enorm, und wir stehen erst am Anfang dessen, was möglich ist. Das Web3 wird sich weiter entwickeln und wir können mit weiteren aufregenden Innovationen rechnen, die diese Branchen zum Besseren verändern werden.

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