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Betrugsnachweis

Betrugsnachweis

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Im Bereich der Blockchain-Technologie ist ein Betrugsnachweis (engl. „fraud proof“) ein kryptografischer Beweis, den ein Verifizierer vorlegt, um die GĂŒltigkeit einer Transaktion anzufechten. Entwickler verwenden Betrugsbeweise hĂ€ufig, um On-Chain-Skalierbarkeit bei Blockchains zu erreichen und gleichzeitig die VerfĂŒgbarkeit und die Korrektheit der On-Chain-Daten zu gewĂ€hrleisten.

Diese Beweise dienen in erster Linie als Schutz vor inkorrekten ZustandsĂŒbergĂ€ngen. Da sie nur aktiv werden, wenn Inkonsistenzen festgestellt werden, können durch sie Rechenressourcen eingespart werden. Sie sind daher ideal fĂŒr Umgebungen, in denen Skalierbarkeit eine hohe PrioritĂ€t hat. 

Beispielsweise sind Betrugsnachweise in optimistischen Rollups von entscheidender Bedeutung, um ungĂŒltige Transaktionen zu erkennen und abzuwickeln. Auf die Genehmigung einer Transaktion folgt ein bestimmter Anfechtungszeitraum, in dem jeder den aktuellen Zustand des Systems durch Vorlage eines gĂŒltigen Betrugsnachweises anfechten kann. Wenn jemand innerhalb der Frist beweist, dass eine Transaktion betrĂŒgerisch ist, wird sie annulliert, und das Netzwerk stellt den vorherigen Zustand wieder her.

Dieses System schafft Anreize, die die Akteure zu gutem Verhalten motivieren sollen. Wenn das Netzwerk die Rollups gemĂ€ĂŸ den Konsensregeln korrekt ausfĂŒhrt, erhalten die involvierten Parteien eine finanzielle Belohnung. Wird jedoch eine fehlerhafte Transaktion genehmigt, drohen Strafen und der Verlust des Betrugsnachweises. Dieser duale Ansatz von Belohnungen und Strafen stellt sicher, dass die Rollups kosteneffizient und schnell bleiben, wodurch die LeistungsfĂ€higkeit dezentraler Anwendungen auf einer Blockchain optimiert wird.

Betrugsnachweise haben aber auch Nachteile. Sie erfordern eine stĂ€ndige Kommunikation zwischen mehreren Parteien. Dieses Hin und Her kann zu Systemunterbrechungen fĂŒhren und die TĂŒr fĂŒr unehrliches Verhalten oder unerlaubte Handlungen öffnen.

Ein weiteres Problem ist, dass sie unter der Annahme arbeiten, dass alle Blockdaten verfĂŒgbar sind. Wenn aber ein Miner nur den Block-Header bereitstellt, ohne dessen genauen Inhalt, ist es unmöglich, dessen Korrektheit zu prĂŒfen. Betrugsnachweise bieten zwar Lösungen, bringen aber auch Herausforderungen mit sich, die bewĂ€ltigt werden mĂŒssen.