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Verwaltetes Vermögen (AUM)

Verwaltetes Vermögen (AUM)

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Verwaltetes Vermögen (AUM)

In der Finanzwelt ist das verwaltete Verm√∂gen (Assets Under Management oder AUM) eine zentrale Kennzahl, die Auskunft √ľber die H√∂he der von einer Person oder einem Finanzinstitut verwalteten Kundenverm√∂gen gibt. Zu dem verwalteten Verm√∂gen geh√∂ren alle Finanzanlagen zum Marktwert, unabh√§ngig davon, ob es sich um herk√∂mmliche Finanzinstrumente oder Produkte aus neuen Branchen wie dem dezentralen Finanzwesen (DeFi) handelt.

Was ist das verwaltete Vermögen?

AUM bezieht sich auf den Marktwert aller finanziellen Verm√∂genswerte, die von Investmentfonds, Risikokapitalfirmen oder dezentralen Netzwerkprotokollen verwaltet werden. Die Kennzahl dient zur Bewertung der Gr√∂√üe und des Erfolgs von Verm√∂gensverwaltern und gibt Auskunft √ľber den Umfang ihrer T√§tigkeit.

Wie wird das verwaltete Vermögen berechnet?

Bei der Berechnung der Kennzahl wird je nach Unternehmen unterschiedlich vorgegangen. Einige schlie√üen Bankeinlagen, in Investmentfonds angelegte Gelder und Barmittel mit ein, w√§hrend andere ausschlie√ülich Mittel von einzelnen Anlegern ber√ľcksichtigen, die in deren Namen nach eigenem Ermessen verwaltet werden. Die unterschiedlichen Ans√§tze spiegeln die verschiedenen Finanzanlagestrategien in der Branche wider.

AUM als Kennzahl f√ľr den Erfolg

Das verwaltete Verm√∂gen ist kein statischer Wert, sondern √§ndert sich mit den Zu- und Abfl√ľssen von Mitteln. Es spiegelt die Marktdynamik und die Performance der einzelnen Verm√∂genswerte wider. Investmentgesellschaften verwenden die Kennzahl h√§ufig zu Marketingzwecken, um ihre Gr√∂√üe unter Beweis zu stellen und neue Anleger anzulocken. Vergleiche mit Daten aus der Vergangenheit und von Wettbewerbern lassen in der Regel R√ľckschl√ľsse auf die Performance eines Verm√∂gensverwalters zu, wobei steigende verwaltete Verm√∂gen eine positive Entwicklung signalisieren.

Allerdings kann es f√ľr gewisse Anlagestrategien auch Kapazit√§tsbeschr√§nkungen geben. Dies bedeutet, dass ihre Performance beeintr√§chtigt wird, wenn sie zu viel Kapital verwaltet. F√ľr solche Verm√∂gensverwalter ist das verwaltete Verm√∂gen m√∂glicherweise kein genauer Ma√üstab f√ľr den Erfolg.¬†

Während ein großer S&P 500-ETF Hunderte von Milliarden USD verwaltet, erzielen kleinere Fonds mit einem AUM von einigen Millionen USD häufig eine bessere Performance, was zeigt, dass die Strategie wichtiger ist als das bloße Volumen.

AUM und Geb√ľhren

Das verwaltete Verm√∂gen wirkt sich auf die H√∂he der Geb√ľhren aus. Diese werden von Verm√∂gensverwaltern h√§ufig als Prozentsatz des verwalteten Verm√∂gens berechnet und sind daher ein wichtiger Faktor f√ľr den Ertrag. Die Geb√ľhrens√§tze k√∂nnen je nach verwaltetem Verm√∂gen variieren, und Verm√∂gensverwalter k√∂nnen mit steigendem AUM in der Regel mehr wohlhabende Anleger anziehen. Die symbiotische Beziehung zwischen dem verwalteten Verm√∂gen und den Verm√∂gensverwaltungsgeb√ľhren zeigt die Bedeutung der Kennzahl ‚ÄěAUM‚Äú im Finanz√∂kosystem.

Zusammenfassung

AUM ist eine entscheidende Kennzahl zur Bewertung eines Verm√∂gensverwalters, die R√ľckschl√ľsse √ľber seine Verm√∂gensverwaltungskompetenzen und seine Stellung im Markt zul√§sst. Dies gilt sowohl im traditionellen Finanzmarkt als auch im dezentralen Finanzwesen (DeFi).