Welche Bedeutung hat die Blockchain-Technologie für das Web3?
Inhaltsverzeichnis
Einführung
Wie unterscheidet sich das Web3 vom Web2?
Wie passen Blockchain-Technologie und Kryptowährungen zur Vision des Web3?
Sind Blockchain-Technologie und Kryptowährungen für das Web3 unverzichtbar?
Wie wird das Web3 mit Blockchains und Kryptowährungen aussehen?
Zusammenfassung
Welche Bedeutung hat die Blockchain-Technologie für das Web3?
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Welche Bedeutung hat die Blockchain-Technologie für das Web3?

Welche Bedeutung hat die Blockchain-Technologie für das Web3?

Anfänger
Veröffentlicht Oct 24, 2022Aktualisiert Feb 1, 2023
6m

TL;DR

Das Internet hat sich vom reinen Lese-Web 1.0 zum aktuellen Web 2.0 entwickelt, das oft als partizipatorisch und gemeinschaftsorientiert beschrieben wird. Jetzt bewegen wir uns allmählich auf die nächste Generation des Internets zu, dem Web 3.0, das in der digitalen Welt häufig als Web3 bezeichnet wird. Das Web3 verspricht digitales Eigentum, einfachere Online-Transaktionen und mehr Kontrolle über persönliche Daten. Blockchain- und Krypto-Ökosysteme verfügen bereits über funktionierende Produkte für das Web3. So können Nutzer beispielsweise Peer-to-Peer-Zahlungen (P2P) vornehmen und digitale Gegenstände in Krypto-Wallets aufbewahren. Viele Blockchain-basierte Projekte sind dezentral und können von jedermann genutzt werden.

Einführung

Kryptowährungen können zu einem festen Bestandteil des Web3 werden – einem neuen Internet, das die Nachteile des derzeitigen Webs beheben soll, wie z.B. die Machtkonzentration in den Händen einiger weniger zentralisierter Social-Media-Plattformen und die unerwünschte Erfassung und Verwertung der persönlichen Daten der Nutzer. Die dezentrale und genehmigungsfreie Natur von Blockchains trägt dazu bei, die Macht über die Kommunikation zu verteilen, anstatt sie zentralen Instanzen zu überlassen.

Während Kryptowährungen zum einen native digitale Zahlungen im Web3 ermöglichen, können sie zum anderen auch als Tokens fungieren, die so programmiert sind, dass sie eine breite Palette von Funktionen in digitalen Ökosystemen erfüllen können. Blockchains und Kryptowährungen haben auch das Potenzial, das Web3 durch dezentralisierte autonome Organisationen (DAOs) gemeinschaftsorientierter zu gestalten. 

Wie unterscheidet sich das Web3 vom Web2?

Die wichtigsten Entwicklungsstufen des Internets werden oft als Generationen bezeichnet, nämlich Web1, Web2 und Web3. In der Ära des Web1 konnten die Nutzer keine Online-Daten ändern oder eigene Inhalte auf Websites hochladen, mit denen sie interagierten. Das Internet bestand damals aus statischen HTML-Seiten, die einfache, einseitige Erfahrungen boten, wie z.B. das Lesen von Informationsforen.

Das Web2 ermöglichte zunächst den Konsum von Inhalten und eine einfache Interaktion. Dann entwickelte sich das Web2 allmählich zu einem interaktiveren Internet, in dem sich die Nutzer stärker an der Erstellung eigener Inhalte beteiligen konnten. Da es vor allem Social-Media-Plattformen waren, die diese Art der Online-Interaktion möglich machten, erlebte das Web2 den Aufstieg neuer zentralisierter Tech-Giganten.

Das derzeitige Web2-Ökosystem hat in letzter Zeit grundlegende Veränderungen erfahren, da immer mehr seiner Schwächen zu Tage treten. So sind die Internetnutzer beispielsweise zunehmend besorgt über die Sicherheit und die Nutzung ihrer Daten sowie über die Zensur von Inhalten.

Die Macht der zentralisierten Unternehmen wird besonders deutlich, wenn sie bestimmte Nutzer und Organisationen von ihren Plattformen sperren. Web2-Unternehmen verwenden die Daten unter anderem, um Nutzer auf ihren Websites zu halten und gezielte Werbung für Dritte zu schalten. Solche wirtschaftlichen Anreize können dazu führen, dass die Unternehmen nicht im Interesse ihrer Nutzer handeln.

Die Vision des Web3 zeigt die nächste Stufe eines besseren Internets. Eines der zentralen Versprechen des Web3 ist, dass Online-Plattformen dezentralisiert, vertrauenslos und genehmigungsfrei werden. Im Web3 könnten sich digitales Eigentum, digital-native Zahlungen und Zensurresistenz zum neuen Standard für Webprodukte und -dienste entwickeln.

Blockchains und Kryptowährungen sind perfekt positioniert, um grundlegende Technologien des Web3 zu werden, da sie inhärent dezentral sind und es jedem ermöglichen, Informationen on-chain zu speichern, Vermögenswerte zu tokenisieren und digitale Identitäten zu schaffen. 

Wie passen Blockchain-Technologie und Kryptowährungen zur Vision des Web3?

Dezentralisierung. Wie bereits erwähnt, ist eines der zentralen Probleme des Web2 die Konzentration von Macht und Daten in den Händen einiger weniger großer Akteure. Blockchains und Kryptowährungen können das Web3 dezentralisieren, da sie eine breitere Verteilung von Informationen und Macht ermöglichen. Das Web3 könnte Blockchain-gestützte öffentliche, verteilte Ledger nutzen, um für mehr Transparenz und Dezentralisierung zu sorgen.

Genehmigungsfreiheit: Blockchain-basierte Projekte können die proprietären Systeme traditioneller Unternehmen durch offen verfügbaren Code ersetzen. Der genehmigungsfreie Charakter der auf Blockchains aufgebauten Anwendungen ermöglicht es jedem weltweit, ohne Einschränkungen auf sie zuzugreifen und mit ihnen zu interagieren.

Vertrauenslosigkeit: Blockchains und Kryptowährungen sorgen für Unabhängigkeit von einer Drittpartei wie einer Bank oder einem einzelnen Intermediär. Web3-Nutzer können Transaktionen durchführen, ohne sich auf irgendeine Instanz außer dem Netzwerk selbst verlassen zu müssen. 

Zahlungssysteme: Kryptowährungen könnten die digital-native Zahlungsinfrastruktur des Web3 bilden. Sie können die teure und umständliche Zahlungsinfrastruktur des Web2 verbessern, da sie wirklich grenzenlos sind und keine Intermediäre erfordern.

Digitales Eigentum: Kryptowährungen bieten bereits Tools wie selbstverwahrende Krypto-Wallets, die es den Nutzern ermöglichen, ihre Mittel ohne einen Intermediär aufzubewahren. Die Nutzer können die Wallets auch mit dezentralen Apps verbinden, um ihre Mittel auf vielfältige Weise anzulegen oder ihre digitalen Gegenstände zu präsentieren. Dank eines transparenten öffentlichen Ledgers kann das Eigentum an diesen Vermögenswerten und Gegenständen von jedermann überprüft und nachgewiesen werden.

Zensurresistenz: Blockchains sind so konzipiert, dass sie zensurresistent sind, was bedeutet, dass die Aufzeichnungen aller Transaktionen von niemandem geändert werden können. Sobald ein Datensatz der Blockchain hinzugefügt wurde, ist es nahezu unmöglich, ihn zu entfernen. Diese Eigenschaft könnte dazu beitragen, alle Kommunikationsformen vor Zensur durch Regierungen und Unternehmen zu schützen.

Sind Blockchain-Technologie und Kryptowährungen für das Web3 unverzichtbar?

Das Web3 kann sich durchaus auf Technologien stützen, die nichts mit Blockchain oder Kryptowährungen zu tun haben. So könnten beispielsweise Technologien wie Augmented Reality (AR), Virtual Reality (VR), das Internet der Dinge (IoT) und das Metaversum zu zentralen Bestandteilen der neuen Internetgeneration werden. Während die Blockchain das Potenzial hat, die Infrastruktur des Web3 mitzugestalten, können diese Technologien und Lösungen dazu beitragen, das Internet immersiver zu machen und mit der realen Welt zu verbinden.

Das Internet der Dinge (IoT) ermöglicht die Verknüpfung vieler verschiedener Geräte, AR erlaubt die Einbettung digitaler visueller Elemente in die reale Welt, und VR kann computergenerierte Umgebungen schaffen, deren Elemente digitale Vermögenswerte repräsentieren. Durch die Skalierung und Zusammenführung dieser Technologien könnte schließlich ein einheitliches Metaversum im Web3 Realität werden.

Kryptowährungen können nicht nur eine digital-native Zahlungsinfrastruktur bereitstellen, sondern bieten noch vieles mehr. Utility-Tokens haben eine schier unbegrenzte Anzahl von Anwendungsfällen, auf die das Web3 nicht verzichten kann. Außerdem können nicht-fungible Tokens (NFTs) als Identitäts- und Eigentumsnachweis in der digitalen Welt verwendet werden, ohne dass die Daten der Nutzer offengelegt werden müssen.

Wie wird das Web3 mit Blockchains und Kryptowährungen aussehen?

Die Blockchain-Technologie kann zu einem der Grundpfeiler des Web3 werden, ohne dass den Nutzern dies überhaupt bewusst ist. Wenn die auf Blockchains aufbauenden Anwendungen benutzerfreundlich und intuitiv sind, werden sich die Menschen keine Gedanken über die zugrundeliegende Infrastruktur machen – ähnlich wie wir nur selten über die Datenserver und Internetprotokolle nachdenken, die die Grundlage für die täglich von uns genutzten Social-Media-Plattformen bilden.

NFTs könnten es den Nutzern ermöglichen, anderen Nutzern digitale Sammelobjekte zu präsentieren, und dabei helfen, ihre einzigartigen digitalen Identitäten zu schaffen und zu erhalten. Außerdem könnten NFTs auch anderen Zwecken dienen, z.B. der Unterstützung vieler wichtiger Prozesse beim Online-Gaming.

Blockchains und Kryptowährungen können die Art und Weise verändern, wie Web3-Nutzer kollektives Handeln durch dezentralisierte autonome Organisationen (DAOs) koordinieren und durchsetzen. DAOs ermöglichen es Menschen, sich für ein gemeinsames Interesse zu organisieren, ohne auf eine zentrale Entscheidungsinstanz angewiesen zu sein. Stattdessen stimmen die Token-Inhaber zusammen über die beste Vorgehensweise ab. Darüber hinaus sind alle Aktivitäten und Abstimmungen auf einer Blockchain sichtbar. Daher können DAOs dazu beitragen, das Web3 dezentraler, transparenter und gemeinschaftsorientierter zu machen. 

Zusammenfassung

Das Web3 könnte die großen Probleme des heutigen Internets lösen und die Macht der Tech-Giganten stark einschränken. Allerdings handelt es sich dabei noch weitgehend um eine erstrebenswerte Vision und nicht um greifbare Realität. Dennoch sind die Technologien, die die Basis für die nächste Generation des Webs bilden, bereits in der Entwicklung.

Blockchains und Kryptowährungen werden oft als die Technologien angesehen, die am ehesten die Web3-Revolution einleiten werden, da sie darauf ausgelegt sind, dezentrale, genehmigungsfreie und vertrauenslose Interaktionen zu ermöglichen. Darüber hinaus stehen die Blockchain-Technologie und Kryptowährungen nicht in Konkurrenz zu anderen Schlüsselkomponenten des Webs – wie AR, VR und das Internet der Dinge –, da sie in Kombination miteinander wahrscheinlich die vielversprechendsten Lösungen hervorbringen werden.